SDSM (Staatliche Deutsche Suchmaschine)

Diskussionsbeitrag zum Entwurf des Landtagswahlprogramms von Michael Riese

Im Programmentwurf der LINKEN zur kommenden hessischen Landtagswahl heißt es zu Google: „DIE LINKE spricht sich ferner nachdrücklich aus für den Aufbau einer öffentlich-rechtlichen Suchmaschine als leistungsfähige und demokratische Alternative zu den monopolistischen Anbietern wie z.B. Google.“

Es ist fraglich, für was diese Forderung gut sein soll. Google hat als kleine Initiative Marktführer der Internetrecherche wie Yahoo verdrängt, weil Googles Suchalgorithmus bessere Ergebnisse gebracht hat.

Alternativen zu Google gibt es etliche. Manche nutzen deren Suchmaschine und erweitern sie um Aspekte des Datenschutzes. Aber kein Unternehmen und keine Initiative konnte bisher Google verdrängen, weil die Nutzer mit ihr immer noch die besten Ergebnisse erhalten.

Eine deutsche staatliche Suchmaschine ist vor diesem Hintergrund völlig chancenlos und überflüssig.

Die Forderung selbst weißt aber auf eine traditionelle linke Neigung, möglichst viele gesellschaftliche Beziehungen und Aufgaben in staatliche zu verwandeln. Aber Verstaatlichung ist per se weder fortschrittlich noch demokratisch.